Uli (fast) allein in Brandeis

Dienstag, 10. Oktober 2006
Klettern in Rumney
Am 30. September war ich wieder mal Klettern, das Wetter war einfach super:



Des ganze war mal wieder so zwei drei Autostunden weg, aber des wars auch mal wieder wert. Da gabs dann sogar mal Sportklettern, d.h. ich konnte auch endlich mal wieder vorsteigen. Und so hat des ganze dann von oben ausgesehen:

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Montag, 9. Oktober 2006
IOCA - Fall Trip
Das heißt am 23. September sind wir mit diesem Konvoi:



zum Lake George im Staate New York aufgebrochen, um das Wochenende auf einer seiner Inseln zu Zelten. Das ganze wurde von der IOCA (Intercollegiate Outing Club Association :-)) organisiert, d.h. mit uns waren da noch so um die 200 Leute da.
Nachdem wir uns so um 18 Uhr erst trafen und die Fahrt vier Stunden dauerte, war es natürlich schon dunkel als wir ankamen, und eigentlich zur Insel kajaken wollten.



Aus dem Kajaken wurde dann erstmal nichts, weil die Organisatoren noch, von mehreren anderen gekenterten Booten, gestresst waren. So mussten wir uns also vom „Powerboat“ (= ganz normales Motorboot) zur Insel bringen lassen, was normalerweise nen Aufpreis gekostet hätte.
Bis wir dann alle inklusive Gepäck auf der Insel waren, einen Zeltplatz gefunden hatten und die Zelte dort aufgestellt hatten, war es dann 2 in der Nacht! Zum Regnen hat es erst ein bisschen später angefangen und auch erst Vormittags wieder so langsam aufgehört.


(Garett – President des Mountain Clubs - und dahinter Briana die Vizepresidentin)

In dem braunen Fünfmannzelt da im Hintergrund hab ich geschlafen und hab natürlich die Ecke erwischt, in der morgens eine Pfütze war :-(. Dass ein Zelt nur dicht ist, wenn es richtig abspannt ist, war den Leuten irgendwie neu, und auch unmöglich mit 4 Heringen für das ganze Zelt. Auch ein Ausrüstungszelt war da nicht so wirklich sinnvoll, wenn man das zugehörige Gestänge erst gar nicht mit gebracht hat.
Beim Frühstück hab ich gelernt, dass der Amerikaner Erdnussbutter wirklich überall drauf schmieren kann, so zum Beispiel auf einen mit Marmelade gefüllten mit Zuckerglasur bestrichenen Keks oder auch auf Äpfel. Auch den Haferbrei mochten alle, obwohl nur einer Ernussbutter reinmischte :-).
Zu viert sind wir dann zum Kajaken, d.h. vorher wieder mit dem Powerboat zurück ans Festland, wo unsere Kajaks ja noch waren. Der Rest ist in zum Bergsteigen aufgebrochen. Nach ewigem warten auf ein Boot und ca. 15 Minuten Fahrt, sind wir dann erstmal zurück zu unserer Insel gepaddelt, was auch so zwei drei Stunden gedauert hat. Trotz des Wetters, das nicht so einladend aussieht, war das ganz schön.



Mit Kajaken wars das dann erstmal wieder. Zunächst sind wir noch ein bisschen im See geschwommen; Nein, das Wetter ist nicht schöner geworden. Vom Lagerfeuer getrocknet, wurde dann beschlossen, die Hälfte unserer Zelte umzusiedeln. Kaum geschehen wurde dann gepokert.



Natürlich um Geld, aber pscht das sieht man natürlich nicht, weil ja um in Chips getauscht wurde.
Es wäre auch alles zu schön gewesen, wäre nicht genau dann die Nachricht gekommen, dass der Wetterbericht für Sonntag starken Wind vorhersagt. Was heißt, dass man nicht wie geplant, dann die Insel verlassen kann, sondern entweder noch am Samstagabend oder Montagfrüh. Unsere Wahl viel natürlich auf Samstag.
Während des Barbecues einigten wir uns darauf mit den Kajaks gleich zurück zu paddeln, mit dem Motorboot wieder zu kommen, am „Kontradancing“ teilzunehmen und dann mit einem der letzten Boote wieder ans Festland zu fahren. Die andere Alternative wäre gewesen, direkt nach dem Tanzen im großen Konvoi von anderen Ruderbooten und Ähnlichem, zurück zu paddeln. So sind wir also gerade beim Dunkelwerden wieder los. Das war auch mal eine andere Erfahrung, im Dunkeln zu paddeln!
Natürlich ging auch dieser Plan wieder mal nicht auf, da wir mit dem Motorboot nicht zurück durften, weil die um jeden froh waren der von der Insel herunten war. Darum mussten wir dann also nochmal zwei drei Stunden warten, bis die Anderen nachkamen.
Alles in Allem wars eigentlich ganz schön, auch wenn fast nichts so gelaufen ist, wies geplant gewesen wäre.

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Freitag, 29. September 2006
Klettern in Quincy Quarry II
Das Wochenende vom 17.9. war ich wieder beim Klettern wo ich die Woche davor schon war.



Ja das ist wirklich der gleiche Steinbruch, wobei ich den Teil da auch zum ersten mal gesehen hab.



Recht viel gibt’s zu den Bildern auch nicht zu sagen.



Auf jeden Fall ganz schön da.

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Freitag, 15. September 2006
Klettern und Bergsteigen
Beim Packen war ich ja hin und her gerissen, ob ich mein Kletterzeug mitnehmen soll oder nicht, weil ich nicht raus gefunden hab, ob man hier klettern kann. Also hab ich nur Klettergurt und Schuhe mitgenommen. Und schon am ersten Vorlesungstag hab ich das gesehen:



und das direkt vor dem Mathegebäude.
Da hab ich erfahren, es gibt hier an der Uni einen ziemlich aktiven Mointain Club. Die organisieren die ganze Zeit irgendwas und jagen das dann durch den zugeh. Email-Verteiler. Und es gibt nicht nur diesen Club, so hab ich mich auch noch beim Kajakclub, Fallschirmclub, Tauchclub, Paintballclub und „Tontauben“-Club eingetragen. Manche Sachen muss man halt einfach mal mitmachen.
So war ich jetzt auch schon 2mal Klettern, Bergsteigen und bei einem Lagerfeuer mit dem Mountain Club. Das erste mal Klettern war ich am Donnerstag den 7.9. da:


Hammond Pond

Das is so 30 Minuten Fahrt von hier weg und liegt direkt an einem See und neben einem Einkaufszentrum. Dabei hab ich erfahren, dass es hier leider praktisch kein Sportklettern gibt, d.h. Sichern is hier immer ein ziemlicher Aufwand. Dort sind wir dann vielleicht die Hälfte der Zeit wirklich geklettert.

Am Freitag war dann gleich das Lagerfeuer am „coolest place ever“, einer Insel im Charlesriver. Das dort hinkommen war schon spaßig, denn nachdem wir zuerst mit dem Auto gefahren wurden, sollte es auf dem Wasser weiter gehen. Nur dummerweise wurde ihnen eines ihrer Boote geklaut. Und um die Leute trotzdem so schnell wie möglich auf die Insel zu kriegen, kamen die auf die Idee ein Kinderplantschbecken als Boot zu verwenden und es dann mit einem anderen zu ziehen. Naja es hat sogar wirklich funktioniert, bloß dass sie nach einer Fahrt beschlossen haben, es nicht mehr zu machen, weil es zu sehr bremst. Aber trotzdem lustig. Als wir dann endlich auf der Insel waren, uns das dort gebaute Baumhaus angeschaut haben und das Feuer brannte, kamen die letzten an und sagten wir müssten wieder einpacken. Sie wurden nämlich von den COPS aufgehalten, denn ein weiteres tolles Massachusetts-Gesetz besagt, dass man in der Dunkelheit nicht auf dem Wasser sein dürfe. Also sind wir wieder zurück an Land. Schon dumm, aber ich hab schon gehört es wird nochmal die gleiche Aktion geben!

Am Samstag gings dann auf den Mt. Washington, welcher der höchste Berg (1917m) in den nördlichen Appalachen ist und zwei Weltrekorde hält. Nämlich die höchste Durchschnittswindgeschwindigkeit (372km/h) und größte Windböe (416km/h), damit die 1917m nicht ganz winzig ausschauen. Und außerdem hat der Wetterbericht für unseren Tag auch noch eine Gewitterwahrscheinlichkeit von 70% vorhergesagt.
Stefan war diesmal auch dabei:



Unten sind Stefan und ich erst mal hinten gegangen weil die anderen fast gelaufen sind. Ein kleines Stück weiter oben, hat sich die Gruppe dann getrennt, weil es einen kürzeren steilen und einen längeren flachen Weg gab. Wir haben uns für den steilen entschieden. Zusammen mit Hannah aus Florida sind Stefan und ich dann vorausgegangen und wurden auch nicht mehr überholt. :-)
Schon kurz später standen dann auf einmal Leute rum und starrten in den Wald. Naja so 15m entfernt waren da doch wirklich zwei Elchkühe. Also blieben wir natürlich auch stehen und ich machte Bilder. Nicht gerade wahnsinns Bilder, da ohne Tele. Bis ein Elch beschloss mal in unsere Richtung zu gehen:



Der war so wenig von den Leuten beeindruckt, dass ich praktisch aus dem Weg gehen musste, damit er mal gemütlich den Weg überqueren konnte.
Dann ging es also wieder weiter, zwischendurch noch ein Foto, als Beweis dass ich auch wirklich dabei war:



Wir wurden dann auch schon darauf hingewiesen, dass es wohl gleich zu regnen anfängt und ob wir auch wirklich Regengewand dabei hätten. Die Landschaft war schon wirklich schön dort:



Von den anderen war da schon lang nichts mehr zu sehen, obwohl wir nicht wirklich schnell unterwegs waren.



Man merkte schon, dass das Wetter langsam schlechter wird und Wolken aufziehen. Aber schön war es trotzdem immer noch:



Bis wir dann schließlich in den Wolken waren und unseren Weg immer von Steinmänchen zu Steinmänchen gingen.



Dass auf den Gipfel auch eine Eisenbahn von der anderen Seite des Berges hoch führt, wussten wir ja schon und haben sie dann auch immer lauter tuten gehört, desto näher wir zum Gipfel kamen. Bis dann auf einmal das:



Haben die da doch tatsächlich eine Straße hochgebaut, auf der auch noch jeder hochfahren kann, d.h. man steht auf einmal auf einer Straße, auf der auch noch Autos rumfahren!! Schrecklich!! Der restliche Weg war dann Straße und solche Treppen:



und so kam man dann am Gipfel an:



Die Jacken brauchten wir bis dahin nur wegen Wind und Kälte. Wobei der Wind schon ganz heftig war (siehe Gipfelfoto). Genau als wir am Gipfel waren begann es zu regnen. Aber wir gingen erst mal ins Gipfelhaus, denn es sollten sich zuerst alle am Gipfel treffen bevor zurück gegangen wird. Eine halbe Stunde nach uns kamen die ersten vom Rest an und nach 3 Stunden die letzten! Wobei wir hoch ca. 3 Stunden gebraucht haben. Also hatten wir genug Zeit um gemütlich Brotzeit zu machen und um Toastbrot mit Erdnussbutter und Marmelade zu probieren, was ja angeblich saugeil ist. Das fanden Stefan und ich zwar nicht, aber egal.
Wegen des schlechten Wetters wurde dann beschlossen nicht zu Fuß runter zu gehen, sondern die Fahrer per Anhalter runter zuschicken, damit uns die dann abholen. Eine Stunde später wurden dann auf einmal alle nervös, weil ein Gewitter in einer halben Stunde kommen sollte. Und es wurde schon entschieden mit dem letzten Shuttlebus runter zu fahren, als dann doch das erste Auto eintraf. Stefan und ich sind dann gleich bei dem mitgefahren. Und allein die paar Meter zum Auto waren ein Spaß. Inzwischen hagelte es und die vielleicht 1mm großen Körner fühlten sich, durch den extremen Wind, wie Schrot im Gesicht an. Auf einer der Treppen bin ich ein zwei Stufen gesprungen, wodurch mich der Wind gleich mal ein Stück vorwärts geschoben hat. Kein gutes Gefühl.
Von den anderen Autos kamen dann noch 2 oben an, das andere blieb unten. Aber es kamen alle hinunter, es musste also keiner am Gipfel übernachten.

Am Sonntag gings dann wieder zum Klettern, diesmal hier hin:



Das Weiße da auf den Felsen? - Ja das sind Graffiti!



Hacken sind natürlich auch da wieder keine in der Wand. Diesmal wurden einige Seile zum Tope-Ropen eingehängt, weil diesmal ein paar Leute mehr dabei waren:



Der Felsen liegt ziemlich nah an Boston, d.h. wenn man hoch geht sieht man die Skyline:



Insgesamt wirkt das alles schon fast künstlich, aber man kann schön klettern. Das ganze war wohl mal ein Steinbruch; warum sie allerdings die Felsen ausgerechnet so stehen gelassen haben, weiß ich auch nicht. Am kommenden Sonntag geht’s wieder da hin und am Samstag davor noch zum Kajaken ans Meer, da gibt’s wohl irgendwo durch die Gezeiten ne coole Welle!!

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